„Am meisten über Berlin zur Jahrtausendwende erzählt BERLIN BABYLON von Hubertus Siegert, und höchstwahrscheinlich wird es eines jener Dokumente sein, die man noch lange mit Faszination und Bestürzung zugleich sehen wird. Von 1996 bis 1999 hat Siegert die gigantischen Projekte dokumentiert und die Akteure des großen Baufiebers beobachtet, die mit völlig freier Hand an der großen Aufgabe scheitern dürfen: Berlin ein neues Bild zu geben.“
Berliner Morgenpost

„Durch seinen subtilen Zynismus und seinen dokumentarischen Wert wird BERLIN BABYLON noch an Wert gewinnen. Künftige Generationen werden verblüfft sein, mit welcher Dreistigkeit mittelmässige Geister dieser Stadt ihre Siegel aufdrücken konnten.
TIP

„Zitty-Topfilm! Das Berliner Bauwesen als Hort der Mittelmäßigkeit. Ein Panoptikum des Größenwahns, der Fehlplanungen und Eitelkeiten – eine beeindruckend gefilmte Dokumentation.
Zitty

„In BERLIN BABYLON, which was beautifully photographed on film by Ralf K. Dobrick and Thomas Plenert, Mr. Siegert and his crew send cameras out to glide all over the city; the flow of aerial shots gives a vulture’s-eye view of the then-dying environs and includes the period from 1996 until 2000. By showing projects completed during the last five years, Mr. Siegert allows BERLIN BABYLON to fulfill the promise that art and architecture can have; like the people who are rebuilding Berlin, he seems to believe in the future.
New York is also in desperate need of healing architectural strategies. And there is much to be learnt from this movie.
New York Times

„The voices of the architects, developers, public officials and contractors here discussing the specifics of particular sites, we’re hearing the voices of a conflicted nation as it considers how to handle its tumultuous past while defining itself for future generations.“
TV Guide Magazine

BERLIN BABYLON lohnt das Abenteuer, sich an das Werden von Neuem zu erinnern. Warten auf den Kollaps.“

Spiegel Online


„Engel blicken auf die Stadt… Die erste Dokumentation zur Architektur in Berlin, die selbst sehr entertaining ist – ein Thriller zwischen Kränen.
Die Tageszeitung, taz

„Die Perspektiven wechseln in einem getragen meditativen Rhythmus, der Gegensätze zusammenbringt: Nacht und Tag, Hinterhöfe und Mercedessterne, Architekten und Poliere, Gegenwart und Geschichte. Es liegt eine Atmosphäre von geschehener Katastrophe über dem Berlin dieses Films.
Berliner Zeitung

„Resonant and heartbreaking in its melancholy portrait of a ruined city trying to resurrect itself.“

Daily News

„In fact, Siegert seeks to de-metaphorize the city as it evolves, brick by brick, into a workable, ordinary megalopolis. The multi-farious arguments, cases, and designs made toward that end are interesting, but Siegert’s movie succeeds most in visually pondering the nature of a cityscape and its more or less permanent state of collapse and rehabilitation.
Village Voice

Kein Kommentar stört die Bilder, die Architektur, die Musik der Einstürzenden Neubauten, und die Architekten und Bauherren sprechen für sich. BERLIN BABYLON ist ein hoch aktueller Film, angesichts des postmodernen Größenwahns und des Ablebens mythischer Stadtutopien. Zwischen den Baustellen, den Heldenplätzen für die Männer des schnellen Zugriffs’, schwebt die Kamera durch Ostberliner Straßen, die Optik frontal nach vorne gerichtet, mal fährt sie durch Hinterhöfe, mal seitlich an Baustellen und Fassaden vorbei… Den Filmbildern ist gelegentlich ein eigentümlicher Verfremdungseffekt zu Eigen: die unvorstellbare Teilung, die die Plattenbauten zum Umkippen bringt, überträgt sich auf den ganzen Film.“
Jungle World


BERLIN BABYLON gehört zu den wenigen Dokumentarfilmen, die sich der Leinwand und nicht dem Bildschirm verschrieben haben. Hubertus Siegert spielt auf der ganzen Klaviatur cineastischer Möglichkeiten und komponiert die stimmungsvolle Symphonie einer Hauptstadt zwischen Größenwahn und Unvermögen.
Märkische Allgemeine

„Faszinierende Bilder und Hintergründe der Bauwut, Architekturgeschichte im Thrillerformat. Klasse der eigenskomponierte Soundtrack der Einstürzenden Neubauten. Applaus!“
BZ

„Politiker, Star-Architekten, Bauherren. Hubertus Siegert inszeniert sie wie im Spielfilm. Bauten, Staatsmänner und Architekten kommen und gehen, und alle prägen sie das Bild der Stadt. Siegerts atemberaubende Bilder sind Geschichte. Spannend wie ein Thriller.“
B1 Fernsehen

BERLIN BABYLON bleibt einem lange im Gedächtnis. Berlin selbst wird zum Thema, und das ist spannend.“
BR

BERLIN BABYLON schwelgt in ruhigen, ästhetischen Einstellungen, um dann die harten Umbrüche um so effektvoller in Szene zu setzen. Die schönsten Aufnahmen einstürzender Plattenbauten, die man je im Kino gesehen hat.“
ARD, Treffpunkt Berlinale

„Gleich Benjamins getriebenem Engel der Geschichte fliegt die Kamera durch eine Stadt zwischen zehn Jahren Demontage und Aufbau. Beim Schwebeflug über die Dächer Berlins wird die Kamera zur Archivarin von Stadtgeschichte und Dokumentaristin ihrer radikalen Neuschreibung.“
Schnitt Filmmagazin

„Die Möglichkeit eines Glückstreffers in Lola rennt ironisiert, auf Berlin als werdende Hauptstadt bezogen, Hubertus Siegerts BERLIN BABYLON (2000), indem er das Baufieber, mit dem die Stadt einem neuen Make-up unterzogen wird, als eine Art Krankheit kenntlich macht. In einer ‚dokumentarischen Vision‘ geht er dem chaotischen Kräftefeld von Politik und Kommerz nach. Öffentliche Bauherren und private Baulöwen im Verein mit ihren Architekten versuchen, Berlins Stadtlandschaft im Interessenkonflikt vorteilhaft für die jeweiligen Sonderinteressen von Bund und Stadt, Konzernen und Mitbürgern umzugestalten. Walter Benjamins Engel der Geschichte zitierend, erblickt die ruhig über der Stadt schwebende Kamera dieses Tun als einen Ruinenbau der Zukunft, als ein Babylon, das nicht von göttlicher Hand, sondern an seiner eigenen Konfliktgeschichte zu scheitern droht.
Peter Beicken in: Literaturwissen. Wie interpretiert man Film? Reclam