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Übersicht

Dorothee Dubrau
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Wolfgang Nagel I
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Dominique Perrault
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Wolfgang Nagel II
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Werner Durth
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Rem Koolhaas
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Josef P. Kleihues
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Axel Schultes

Günther Behnisch

Meinhard v. Gerkan

Zur Situation und Methodik der Interviews

Die Filmaufnahmen mit einigen der Protagonisten des Baugeschehens sind in ihrer jeweiligen Arbeitswelt entstanden, bei einer Beschäftigung und an einer Stelle, die für ihre Routine im Umgang mit der Stadt typisch ist. Für die Dreharbeiten stand meist nur eine Stunde zur Verfügung. Danach führte der Regisseur Hubertus Siegert meist noch ausführliche Gespräche mit den Protagonisten - Gespräche, die im Film bewusst nicht verwendet wurden. Berlin Babylon sollte keine Abfolge von verbalen Statements werden, sondern, entsprechend der Möglichkeiten des Mediums Film, eine Kontrastierung von Beobachtungen. Die Auswahl der Interviews, die wir ab 7. Juli sukzessive auf dieser Website veröffentlichen, sind also als eine Einleitung oder Ergänzung zum Film zu verstehen.

Die Fragen an jeden Gesprächspartner waren zunächst ähnliche: nach dem Beruf, nach Maximen, Erfahrungen beim rasanten Umbau von Berlin, Erwartungen, Enttäuschungen, Erfolgen. Die Antworten der Protagonisten erlauben hier eine Vergleichbarkeit ihrer persönlichen Prioritäten im Umgang mit der Stadt. Weitere Fragen galten Details zu konkreten Bauprojekten oder planerischen Aufgaben, mit denen die Protagonisten beschäftigt waren. Hier werden Interessenkonflikte zwischen den Protagonisten sichtbar. Hinter diesen Interessen sind jeweils die größeren Interessengruppen auszumachen, die die Stadt baulich verändern oder erhalten wollen. Einen Teil der Interviews habe ich in zwei solcher Konfliktfelder eingeordnet.

Interviews I: Der Streit zwischen gegenwärtigen und zukünftigen Bewohnern um die Innenstadt, ausgetragen von Stellvertretern

1 Gespräch mit Dorothee Dubrau

Bekannte Baustadträtin, die in ihrem Bezirk und darüber hinaus als Anwältin der Bewohner den Umbau der Stadt erträglich und menschengerecht gestalten wollte und will.

2 Gespräch mit Wolfgang Nagel (1)

in seiner Funktion als ehemaliger Bausenator der SPD, ein Mann, der die Stadt und ihre zukünftigen Bewohner durch möglichst mächtige Investoren aus aller Welt sowie eine Olympiade fördern wollte. Durch die angeheizte Spekulation entstand eine große finanzielle Blase, die der Markt langfristig nicht trug.

3 Gespräch mit Dominique Perrault

Architekt in Berlin realisierter Olympiabauten

4 Gespräch mit Wolfgang Nagel (2)

in seiner aktuellen Funktion als Projektentwickler, der als Mann mit Beziehungen aus seiner Zeit als Bausenator mittlerweile die Interessen des Anleger-Königs Anno August Jagdfeldt vertritt.

5 Gespräch mit Werner Durth

Als Architekturhistoriker Anwalt aller Epochen, die in der gegenwärtigen Stadt ihre Strukturen hinterlassen haben und am Sinn einer eiligen Monostrukturierung durch Investorenhand zweifelt. Mit Günter Behnisch ist er Architekt der Akademie der Künste am Pariser Platz.

Interviews II: Der Streit zwischen Architekten um Rekonstruktion, Erhalt und Veränderung der Innenstadt

6 Gespräch mit Rem Koolhaas

In Rotterdam ansässig, einer Stadt, deren Zentrum durch den Zweiten Weltkrieg ähnlich total zerstört war wie Berlin und ohne die Teilung durch den Kalten Krieg längst wieder komplett aufgebaut wurde, aber abweichend von den historischen Formen durch Hochhäuser und Solitäre "modern" geprägt. Für Koolhaas ist die Berliner Rückkehr zum geschlossenen Block in traditionellen Gebäudeflucht und –höhe ein trauriges und nicht ehrliches Dogma.

7 Gespräch mit Josef P.Kleihues

In Berlin ansässig, der sich als Vater der "kritischen Rekonstruktion", dieser Spezialität der Berliner Stadterneuerung bereits in den Tagen der Internationalen Bauausstellung im Westberlin der 80er Jahre einen Namen gemacht hat und die Politik des Wiederaufbaus des Berliner Zentrums nach der Wende maßgeblich beeinflusst hat.